Die Taufe des ersten Jahrgangs des Rohesiaverschaffte uns große Befriedigung. Der neue Rosé – aus den gleichen Trauben vinifiziert, die das Herz des Teresa Manara Negroamaroausmachen – erreichte erst seine zweite Lese und dennoch ist er schon unverkennbar.  Die bei seinem Start mehr als positive Resonanz ist der Identität des Weines zu verdanken, die keinerlei Platz für Kompromisse lässt, und die sich nicht verbiegt, um den Vorgaben zu folgen, die der Markt momentan zu diktieren scheint.

Die besonderen Wetterbedingungen des Jahrgangs 2014, die wegen der Regenfälle im Sommer in ganz Italien schwierig waren, erforderten besondere Sorgfalt und führten zu einem helleren Farbton im Verhältnis zum Vorjahr. Die Weinbereitung eines Rosés benötigt stets ein technisches Vorgehen, das den unterschiedlichen Variablen jeder Lese Genüge leistet.

Die Maischung des Mostes auf den Schalen vor der Gärung, die bei niedriger Temperatur bis zum Erreichen des typischen Farbtons – beim Rohesia bis zu 24 Stunden – dauert, dient gleichermaßen dem Erreichen eines ausgewogenen Tanningehalts. Dies bedeutet für jeden Jahrgang unterschiedlich lange Zeiträume, in denen der Most sich im Kontakt mit den Traubenschalen befindet, und folglich unterschiedliche Farbtiefen.

Kurze Maischestandzeiten zur Erzeugung heller Rosés stellen heutzutage die Bedeutung des geografischen Ursprungs in Frage, wenn sie ausschließlich dem Maßstab der Provence folgen und zum Verlust der Seele des Weins führen, weil seine eigentliche Bestimmung verfehlt wird. Die Stärke des Rohesia liegt tatsächlich in seiner Identität und in seinem Ursprungsort; nicht die Provence oder ein ihr vergebliches Nacheifern sondern das Salento mit seinen einmaligen Begebenheiten verleiht sie ihm. Die Werbekampagne für den Rohesia greift dieses Konzept auf und treibt es mit dem  Claim For a Monochrome Worldauf die Spitze.

In einem standarisierten Umfeld fällt ein Rosé aus dem Rahmen.