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Alticelli

Kleine Blätter, dichtbeerige Trauben, goldfarbene Schale mit Bernsteinnuancen: so sieht der Fiano aus Apulien aus. Sein Wein besaß bereits Bedeutung am Hof des Stauferherrschers Friedrich II., der auch Puer Apuliae (Sohn Apuliens) genannt wurde: ein Pergament von 1240 belegt die Vorliebe Friedrich II. für den Fiano.

„Apis” das lateinische Wort für Biene erklärt vielleicht den ursprünglichen Namen Apianus für diese Rebsorte, von der nicht nur gekrönte Häupter gerne naschen. Ebenso lässt sich aus dem Wortstamm auch Apia bzw. Lapia, der Ort in Kampanien in der Provinz von Avellino lesen. Der Erfolg des Fiano del Salento hat dazu beigetragen, dass inzwischen auch Apulien als Anbaugebiet für diese Rebsorte bekannt ist.

Die Ursprünge dieser weißen Rebsorte liegen bestimmt im antiken Griechenland, und sie ist nicht zu verwechseln mit der aromatischen Sorte Fiano Minutolo.

Sich aus Tradition zu verbessern ist die Devise für die Erzeugung des Fiano Alticelli. Sein Name erinnert an einen Hang in Guagnano, einen Ort, den die Bauern „Cieli Alti – Weite Himmel“ nennen, weil er den Blick über Horizonte schweifen lässt und ein ganz besonderes Licht besitzt, das dieser Wein einzufangen scheint.

KLASSIFIZIERUNG I.G.T. Salento.
REBSORTE Fiano.
ANBAUGEBIET Maruggio (TA), Pulsano (TA), Torchiarolo (BR).
REBERZIEHUNGSSYSTEM Guyot (4.500 Rebstöcke pro ha).
LESEZEITPUNKT Mitte August.
MAISCHUNG Ca. 24 Stunden bei 5° – 8°C.
GÄRUNG In Edelstahl bei 14°C.
AUSBAU 4 Monate Edelstahl auf Feinhefe bei 10°C.
LAGERFÄHIGKEIT Bis zu 5 Jahren.
SERVIERTEMPERATUR 11°C.

Verkostungsnotizen

FARBE: Leicht goldgelb.

NASE: Die fruchtigen Noten von Grapefruit und Agrumen sind vom zarten Duft nach Ginsterblüten durchflochten.

GAUMEN: Im Mund finden sich erneut die Frucht und das Floreale; feine Noten von Erdbeerbaum-Honig, Kamille und weißer Johannisbeere. Die Säure erinnert an Limette, es klingt weiße Rose an und das Finale endet kaum wahrnehmbar mit Feuerstein.

Wine Art

Kandinskys Abhandlung „Punkt und Linie zur Fläche“ inspirierte die Etiketten von Rohesia und Alticelli.

Ein durch eine Linie gezeichnetes Segment ist laut dem Künstler die hinterlassene Spur eines Punktes in Bewegung, d.h. sie besitzt Dynamik und wegen ihrer gebogenen Form sogar „Lyrik“.

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