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Fanòi

In früheren Zeiten erhellten große Lagerfeuer die Nächte der winterlichen Landschaften Apuliens. Sie waren ein wichtiger Bestandteil des Zusammenlebens der Landbevölkerung. Während ihr Licht zum Himmel erstrahlte, erklangen Gesänge und Gebete und ihre Wärme ermöglichte die Zusammenkunft und das gemeinsame Essen und Trinken der Produkte, die man der Erde verdankte.

Cantele Fanoi entsteht aus einer Spitzenselektion des Primitivo und erinnert namentlich nicht nur an die traditionellen Lagerfeuer, sondern greift auch eine bedeutende Tradition der Weinerzeugung Apuliens auf. Während der Primitivo, der auf der Adriaseite der Halbinsel des Salento angebaut wird, leichte, frische und junge Weine hervorbringt, steht der Primitivo, der auf der Seite zum Ionischen Meer – seiner eigentlichen Heimstätte – wächst, für Weine, die sowohl in der Farbe als auch im Geschmack sehr intensiv sind. Dank des Sonnenstandes im Westen gelangen die Trauben hier zu exzellenter Reife. Und gleichzeitig sorgt die unmittelbare Nähe zum Meer für die Ventilation, die Frische und Spannung in den Weinen bewahrt. Hier werden sie tiefgängig und facettenreich.

Der Fanoi stammt aus einer Einzellage, die bewusst für die Erzeugung eines Weines gewählt wurde, den heute viele für einen der besten Primitivos Apuliens halten.

KLASSIFIZIERUNG I.G.T. Salento.
REBSORTE Primitivo.
ANBAUGEBIET Sava (TA).
REBERZIEHUNG Bäumchenerziehung.
LESEZEITPUNKT Erste Septemberwoche.
MAISCHUNG Ca. 12 Tage.
GÄRUNG In Edelstahl bei 22-24°C.
AUSBAU In Barriques 14 Monate.
LAGERFÄHIGKEIT Weiterentwicklung mind. 5-6 Jahre.
SERVIERTEMPERATUR 18°C.

Verkostungsnotizen

FARBE: Intensives Rubinrot mit violetten Reflexen.

NASE: Wild und ungestüm. Sauerkirsche, schwarze Johannisbeere und Minze. Lorbeer, Kümmel und Salbei. Eine Spur Rhabarber und eine fein angedeutete Rauchnote. Eisen, Vetivergras und Gargano-Orange.

GAUMEN: Einnehmend, füllig und weich. Mit eindrucksvoller Struktur und einer Säure, die ein bemerkenswertes aber nie aggressives Tanningerüst stützt.

Wine Art

Eine grafische Simplifizierung anhand von geometrischen Elementen und der Grundfarben Weiß, Schwarz und vor allem Rot – das Rot des Feuers, auf den sich der Name „Fanoi“ bezieht – fokussiert auf das Wesen des Primitivo, der hier eine „erhabene“ Position in der önologischen Sichtweise einnimmt.

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